Endlich ging es los mit der schönsten Zeit der Saison. Es wurde im Vorfeld viel diskutiert, Theorien und Thesen aufgestellt, gut & viel trainiert, den letzten Schliff geholt mit einem Testspiel gegen Basel United- doch die ganze Vorbereitung nützt nur dann etwas, wenn man am Tag X auch die bestmögliche Leistung abrufen kann.
Das Spiel begann mit 15-minütiger Verspätung. Gegner Laupen steckte im berühmt berüchtigten Osterstau fest. Bei Spielstart flogen dann die "Schoggi-Osterhasen" von den beiden Teams in Richtung Zuschauer - eine schöne Geste der Eagles.
Dann ging's los und mit breiter Brust und vollem Selbstvertrauen wollten die Eagles auftreten. Coach Spitteler stellte seine Mannen optimal auf diese Partie ein. Jetzt musste es nur noch auf dem Platz funktionieren und da hatten die Eagles zu Beginn der Partie richtig Mühe mit dem Tempo und der Zweikampfstärke der Berner. Aber auch das eigene Spiel gelang nicht wie gewünscht: wenig Ballbesitz, schnelle Ballverlüste und kaum Abschlüsse aufs Tor. Waren die Eagles nervös? Die Zweilinienstrategie auf Seiten der Eagles fruchtete nicht wirklich. Laupen hingegen wusste diese Unkonzentriertheiten der Gastgeber überraschenderweise nicht auszunutzen und musste nach 12 Minuten, etwas entgegen dem Spielverlauf, den 0:1-Rückstand hinnehmen. Infanger reagierte nach einem Durcheinander im Slot am schnellsten. Zwei Minuten später schlug Laupen jedoch gleich zurück, dies nach einem Freistoss. Als die beiden Teams sich mit dem 1:1 zur Pause bereits abgefunden haben, zündete Rudin den Turbo und umkurvte den Torhüter zur 2:1-Pausenführung. In der Pause fand Spitteler deutliche Worte und rüttelte sein Team wach. Er stellte zudem auf seine gewohnten drei Linien um.
Das zweite Drittel begann mit einer Strafe gegen Laupen. Grund dafür war, dass Laupen ein paar Sekunden zu spät auf dem Platz stand. Diese Strafe wurde von Frei auch gleich gnadenlos ausgenutzt. Und dieser Frei doppelte eine Minute später zum 4:1 nach, als er die gegnerische Hintermannschaft nach einem Rush stehen liess. Es blieb in der Folge weiterhin eine umkämpfte Partie, Laupen ging ab und dann zu energisch in die Zweikämpfe und kassierte mal für mal eine Zweiminutenstrafe. Mit der wirklich sehr strengen und zum Teil kleinlich gepfiffenen Linie des Schiedsrichtergespanns kamen die Hausherren deutlich besser zurecht als ihr Gegner. Das zweite Powerplay wurde konsequent ausgenutzt, Infanger baute die Führung auf 5:1 aus. Zwar konnte Laupen postwendend wieder verkürzen, doch eine weitere Strafe nahm ihnen wiederum den Wind aus den Segeln. Dürrenberger auf Frei und schon stand es 6:2. Die Eagles überzeugten im Powerplay an diesem Abend mit gnadenloser Effizienz. Als Laupen kurz darauf zum 6:3 verkürzen konnte, zogen die Eagles im richtigen Moment wieder an und kamen durch einen Doppelschlag von Steiner und Infanger zum 8:3 nach 35 Minuten. Dies veranlasste Laupen ihr Timeout zu nehmen. Viel bewirkte dieser Unterbuch nicht, denn es passierte nichts mehr bis zur zweiten Pause.
Dass es im letzten Drittel nicht mehr so einfach gehen würde, war jedem klar. Laupen kam anschliessend wie die Feuerwehr aus der Pause und überfuhr das Heimteam regelrecht. Nach 43 Minuten stand es urplötzlich nur noch 5:8. Die Nervosität schien wieder zurück. Es brauchte eine einstudierte Freistossvariante von Infanger und Dürrenberger, um mit dem 9:5 für etwas Ruhe zu sorgen. Die Bedeutung dieses Tores war grösser als man annehmen konnte. Denn die Eagles waren definitiv zurück und überfuhren nun ihrerseits den Gegner. Tambini in den Netzhimmel, Giampa aus der Distanz und Ballmer in den Winkel brachen dem SC Laupen das Genick. Die Eagles spielten wie aus einem Guss und kamen in der 56. Minute erneut zu einem Powerplay, dies nachdem sich ein Berner Spieler lautstark beim Schiedsrichter beschwert hatte, wurde doch ein vermeintlich reguläres Tor nicht anerkannt. Den Eagles konnte das egal sein, Infanger auf Frei und schon wieder klingelte es im Powerplay. Einfach nur wow! Den Schlusspunkt setzte Hoch mit einem Traumtor. Pass von der Bande in den Slot und Hoch schob den Ball einhändig und mit dem Rücken zum Tor stehend, in die Maschen zum 14:5! Ein Gemälde von einem Tor!
Dank einer Leistungssteigerung ab dem zweiten Drittel, einer 100%- Powerplayquote und neun verschiedenen Torschützen, lancierten die Eagles diese Serie mit einem veritablen Feuerwerk. So darf es gerne weitergehen!
Nächstes Wochenende 11./12.April steht eine vorentscheidende Doppelrunde an. Am Samstag spielen die Eagles um 16Uhr auswärts in Laupen, ehe es am Sonntag um 17Uhr mit dem zweiten Heimspiel weitergeht. Die Eagles freuen sich über jeden Supporter in der Halle, sei es auswärts oder zuhause!
Allez Eagles! ZämmäzumZiel!
Waldenburg vs. Laupen 14:5(2:1; 6:2;6:2)
Dreifachhalle Oberdorf, BL.
Zuschauer 120.
Strafen: Keine gegen Waldenburg, 4x2 Minuten gegen Laupen.
Tore: 12. Infanger(Ballmer) 1:0, 14. Laupen 1:1, 20.(19.05) Rudin(Werthmüller) 2:1, 22. Frei(Dürrenberger, Ausschluss Laupen) 3:1, 23. Frei 4:1, 27. Infanger(Werthmüller, Ausschluss Laupen) 5:1, 28. Laupen 5:2, 31. Frei(Dürrenberger, Ausschluss Laupen) 6:2, 33.(32.05) Laupen 6:3, 33.(32.20) Steiner(Rudin) 7:3, 35. Infanger(Dürrenberger) 8:3, 41. Laupen 8:4, 46. Laupen 8:5, 45. Dürrenberger(Infanger) 9:5, 46. Tambini 10:5, 47. Giampa(Hoch) 11:5, 53. Ballmer 12:5, 59.(58.14) Frei(Infanger, Ausschluss Laupen) 13:5, 59.(58.33) Hoch(Giampa) 14:5.
Waldenburg: Wagner(Uhlmann); Tambini, Dürrenberger, Ballmer, Infanger, Frei; Hänggi, Müller, Steiner, Werthmüller, Rudin; Giampa, Hirschi, Nov, Hoch, Niederhauser; Grieder, Martin, Schmid, Kaufmann, S.Thommen.
Bemerkungen: Waldenburg ohne Bitterli (abwesend), Schneider und Berger (verletzt), Thiemermann. 35. Timeout Laupen.