Die Eagles waren an ihrem letzten Spieltag zu Gast in Olten und trafen dabei auf Lok Reinach. Die Schwierigkeit in diesem Spiel lag sicherlich darin, die Spannung und Konzentration aufrechtzuhalten, ging es doch in diesem Spiel um nichts mehr. Coach Michael Spitteler trichterte vor dem Spiel motivierende Worte ein und überraschte seine Mannen mit einem Stirnband. Ja, die Eagles sahen in diesem Spiel aus wie Tennisspieler an den US Open. ;)
Als Vorbereitung auf die Aufstiegsspiele liess er zunächst mit zwei Linien agieren, doch das funktionierte zu Beginn nicht so richtig. In der 14. Minute ging ein Spieler Reinachs vor dem Tor von Jason Uhlmann, der nach zwei Monaten sein Comeback gab, komplett vergessen und schob dankend zur 1:0- Führung ein. Die Reaktion der Eagles kam vier Minuten später mit einem Weitschussknaller von U21-Youngster Müller. Das anschliessende Anspiel verlor Ballmer (war es Absicht? Man weiss es nicht…:D), Frei holt sich denn Ball, legte auf Ballmer und der netzte in der hohen Torecke ein. Vier Sekunden nach dem Ausgleich folgte also direkt die Führung – eine klasse Reaktion der Gelbblauen! Mit dieser Führung ging es in die erste Pause.
Im zweiten Drittel wurde dann auf drei Linien umgestellt, die Zweilinien-Strategie hat nur bedingt geholfen. Kurz nach Wiederanpfiff lancierte Rudin Werthmüller im hohen Slot, welcher keine Mühe hatte, die 3:1-Führung zu erzielen. Die Eagles kamen anschliessend immer mal wieder vor das gegnerische Tor, aber wirkten manchmal zu verspielt und zu wenig zwingend. In der Defense hielt man besser dagegen, als im ersten Drittel, zudem packte Comebacker Uhlmann die eine oder andere Parade aus. In der 32. Minute war es erneut das Duo Werthmüller/Rudin, das nach einem Ballverlust am schnellsten reagierte und auf 4:1 stellte. Das Spiel schien nach dem Mitteldrittel entschieden. Doch Reinach konnte im 3. Drittel reagieren. Mit einem Doppelschlag nach 55’ und 57’ machten es die Aargauer nochmals spannend. Doch die Hoffnungen wurden in der 58. Minute begraben, als einmal mehr Werthmüller und Rudin loszogen und Letzterer den Goalie zum 5:3 umkurvte.
Der Sieg war in Stein gemeisselt, ebenso die historische Eagles-Saison. Noch nie gelang es einer Herren Grossfeldmannschaft alle Spiele einer Saison zu gewinnen! Mit dem Pokal in den Händen wurde gefeiert, entsprechend floss auch reichlich Bier und beim anschliessenden gemeinsamen Nachtessen herrschte eine ausgelassene Stimmung.
Damit ist nun die reguläre Meisterschaft durch. Mit 14 Siegen aus 14 Spielen, notabene als 3.Liga Aufsteiger, haben die Eagles die Erwartungen mehr als übertroffen und schon früh in der Saison war es offensichtlich, in welche Richtung es gehen soll. Es waren diverse Kantersiege erzielt worden. Richtig knapp wurde es aber eigentlich erst gegen Wasserschloss, gegen die man den einzigen Punkt abgeben musste. Dennoch konnte man sich dort mit zwei Last-Second-Toren noch in die Verlängerung retten und in dieser schliesslich das Game-Winning-Goal erzielen. In der Ära Spitteler fanden bisher 35 Meisterschaftsspiele statt, wovon 31(!) gewonnen werden konnte. Nur einmal musste man sich dem Gegner geschlagen geben, in der 4. Liga gegen Bremgarten. Diese Zahlen zeigen eindrücklich, wie sich das Team in den letzten zwei Jahren entwickelt hat. Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen für die anstehenden 2. Liga-Aufstiegsspiele. Verstecken müssen sich die Eagles keineswegs.
Die Katze ist aus dem Sack, was den Gegner für diese Aufstiegsspiele betrifft: Es wird der SC Laupen sein, der nach dem letztjährigen Aufstieg nun direkt wieder um den Ligaerhalt kämpfen muss. Laupen belegte in der Gruppe 1 den 10. Platz mit 10 Punkten aus 18 Spielen. Die Eagles geniessen als Unterklassiger Heimrecht und werden die Best-of-5-Serie zuhause am Osterwochenende (Samstag, 4. April) eröffnen. Näheres zu den Spielen wird schnellstmöglich kommuniziert, sobald alle Daten fix sind.
Waldenburg vs. Reinach 5:3(2:1;2:0;1:2)
Giroud Olma Halle, Olten SO.
Strafen: 1x2 Minuten gegen Waldenburg, Keine gegen Reinach.
Tore: 14. Reinach 0:1, 18. Müller(Rudin) 1:1, 19. Ballmer(Frei) 2:1, 22. Werthmüller(Rudin) 3:1, 32. Werthmüller(Rudin) 4:1, 55. Reinach 4:2, 58. Reinach 4:3, 59. Rudin(Werthmüller) 5:3.
Waldenburg: Uhlmann(Wagner); Dürrenberger, Tambini, Ballmer, Infanger, Frei; Hänggi, Müller,
Steiner, Werthmüller, Rudin; Giampa, Kaufmann, Nov, Hoch, Niederhauser; Grieder, Martin.
Bemerkungen: Waldenburg ohne Hirschi, Bitterli (beide abwesend), Schneider und Berger
(verletzt), Thiemermann. 57. Timeout Reinach, danach mehrheitlich ohne Torhüter spielend.