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27.09.2026Herren 3. Liga, Grossfeld

Nach starkem Start stark abgebaut und trotzdem als Sieger vom Platz

Es wäre definitiv noch zu früh, um von einem Spitzenspiel zu sprechen, gewannen beide Teams lediglich ihr erstes Saisonspiel. Trotzdem zieren sie die Tabellenspitze und wollen den direkten Kontrahenten fürs erste auf Distanz halten. Die Eagles durften auch im zweiten Spiel zu Hause spielen, somit ist das Heimspielkontingent für diese Saison bereits aufgebraucht – schade, aber so will es der Spielplan.

Dominanz pur im ersten Drittel
Wie die Feuerwehr startete das Heimteam in die Partie. Keine Minute war gespielt als Rudin im Slot Bruderer fand und der seinen ersten Treffer für Waldenburg erzielen konnte. In der Folge schnürten die Eagles Wasserschloss regelrecht in deren Hälfte ein und erspielten sich Chance um Chance. Das erlösende 2:0 fiel jedoch erst in der 10. Minute per Weitschuss von Ballmer und drei Minuten später doppelte Hoch, ebenfalls per Weitschuss, mit dem 3:0 nach. Danach erfolgte wohl der schönste Spielzug des Spiels: Bruderer auf Rudin, der auf Frei, welcher in den hohen Slot legte auf Infanger – 4:0, alles direkt und schnörkellos gespielt. Die Eagles müssen sich dennoch vorwerfen lassen, nur mit 4:0 in die erste Pause zu gehen. Wurden mehrere Hochkaräter liegen gelassen…etwa zweimal das leere Tor.

Schlendrian im zweiten Drittel
Nichtsdestotrotz soll es im zweiten Drittel so weitergehen, aber weit gefehlt. Die Partie wurde ruppiger und Wasserschloss kam je länger je mehr besser in die Partie und hatte plötzlich mehr Spielanteile. Auf Seiten der Eagles kehrte der Schlendrian ein, welcher zu Unkonzentriertheiten, etlichen Ballverlusten sowie fehlendem Biss führte. Sinnbildlich war dann auch der erste Treffer für Legion. Ein Rückpass prallte an einem Eagles-Spieler ab und Goalie Wagner wurde düpiert. Dass es rund eine Minute bereits schon 2:4 stand, passte ins Bild. Es brauchte einen Energieanfall von «Wildsau» Müller, der unwiderstehlich das 5:2 mit einem «Buebetrickli» erzielte. Danach war das zweite Drittel Geschichte.

Zitterpartie am Schluss
Im letzten Umgang mussten die Eagles zunächst eine Unterzahlsituation überstehen, doch nur eine halbe Minute nach Ablauf der Strafe kam Legion auf 3:5 heran. Doch die Eagles reagierten und es brauchte den Willen von Youngster Schmid, der sich mehrmals behaupten konnte und in den Slot legte, wo Ballmer völlig freistehend zum 6:3 einnetzen konnte. Dass es drei Minuten später plötzlich 6:5 hiess, liess die ganze Mannschaft nervös werden. Das waren sack-schwache Minuten der Gelbblauen. Infanger sorgte kurz darauf mit einem Beinschuss für das 7:5 und beruhigte die Gemüter fürs Erste. Jedoch nur scheinbar….Wasserschloss reagierte postwendend und liess den gesamten Adler-Horst wieder zittern. Mit sechs gegen fünf drückte Legion in den Schlussminuten auf den Ausgleich, aber dieser fiel nicht. Puhhhh, durchschaufen und Mund abwischen.

Das war echt knapp! Einen solch engen Verlauf des Spiels konnte nach dem ersten Drittel definitiv nicht erwartet werden. Es zeigt auf, dass es nicht reicht, wenn man ein Paar Prozente zurückschraubt. Charaktertest bestanden, die drei Punkte erfolgreich im Sack und in der nächsten Runde (11.Oktober, 14:30 Uhr) wartet das ebenfalls noch ungeschlagene Münchenstein. It's Derbytime und nächster Charaktertest! ;)

Telegramm

Waldenburg vs. Wasserschloss 7:6(4:0, 1:2, 2:4)
Dreifachhalle Oberdorf, BL.
Strafen: 2x2 Minuten gegen Waldenburg, 1x2 Minuten gegen Wasserschloss.
Tore: 1.(00.37) Bruderer(Rudin) 1:0, 10. Ballmer 2:0, 13. Hoch 3:0, 14. Infanger(Frei) 4:0, 38. Wasserschloss 4:1, 39. Wasserschloss 4:2, 40. (39.55) Müller 5:2, 44. Wasserschloss 5:3, 45. Ballmer (Schmid) 6:3, 47. Wasserschloss 6:4, 48. Wasserschloss 6:5, 53. Infanger(Steiner) 7:5, 54. Wasserschloss 7:6.
Waldenburg: Wagner; Kaufmann, Bruderer, Rudin, Infanger, Frei; Straumann, Giampa, Steiner, Werthmüller, Martin; Thiemermann, Müller, Ballmer, Hoch, Camenisch; Schmid, Thommen.
Bemerkungen: Waldenburg ohne Grieder, Niederhauser, Dürrenberger, Hänggi, Uhlmann (verletzt), Tambini, Thoma, Schneider und Gossweiler (abwesend). 48. Timeout Waldenburg. 55. Timeout Wasserschloss.