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11.01.2026Junioren U21C

Hoch fliegende Adler lassen sich nicht vom Zürcher Schneesturm stoppen

Trotz einem kleinen Ausrutscher im Zürcher Schnee, waren die Jungadler pünktlich um 18:30 Uhr in Zumikon und bereit, einen wichtigen Schritt Richtung Ligaerhalt zu machen.
Das Spiel gegen das Schlusslicht Zürisee begann gelinde gesagt, langweilig - zwei, drei gute Chancen auf beiden Seiten, wenig zusammenhängende Spielzüge und fehlender Biss. Es brauchte die Entschlossenheit B.Thommens, der sich durchtankte und zu Kollege Gisler (aka der grosse Blonde mit der Zahnlücke) passte, welcher die Eagles nach 17 Minuten in Führung brachte. In der anschliessenden Drittelpause wurde viel gesprochen und nach Lösungen gesucht, wie man das Zürcher Bollwerk knacken könnte.
Beispielweise bietet sich da die Lösung an über die Seiten auszulösen und den Pass in den Rückraum zu suchen. Niederhauser auf B.Thommen und schon stand es in Minute 26 2:0. Die Eagles nahmen jetzt richtig Fahrt auf. Ein von Thoma ausgeführter Ecken-Freistoss auf Griner, der im hohen Slot komplett vergessen ging und zum 3:0 dankend einnetzte. Es war sein erster Treffer für Gelbblau, welcher innerhalb der Mannschaft gebührend gefeiert wurde. Waldenburg war in dieser Phase des Spiels derart überlegen, dass es manchmal viel zu einfach ging. Aus dem Nichts dribbelte sich Merlo von hinten frei, Pirouette da, feine Finte hier – er spielte mit seinen Gegnern regelrecht Katz und Maus und liess den gesamten Zürcher Block alt aussehen. Das Tüpfelchen auf dem i war sein trockener Abschluss zum 4:0. Wow! Messi hätte es nicht besser gekonnt!
Die Dämme schienen gebrochen und in der Folge erzielte Griner, der für sich nun das Toreschiessen endgültig entdeckt hatte, das 5:0, dies nach einem von der Grundlinie abgegebenen Pass, der vom Verteidiger unglücklich ins eigene Tor abgelenkt wurde. Den Schlusspunkt dieses dominanten Drittels setzte Captain Niederhauser, der nach feinem Doppelpass mit «Spinmovegott» B.Thommen zum 6:0 traf. Danach gings in die Pause.
Den Auftakt ins Schlussdrittel gelang optimal, Gisler erzielte per Weitschuss den nächsten Treffer, nach einem "Joga Bonito" - Absatztrick Niederhausers. In der 43. Minute war es dann so weit, das Heimteam erzielte ihr verdientes erstes Tor. Und dieser Treffer war der Ursprung für den «Ketchup-Effekt» in Sachen Toreschiessen bei den Zürchern. Es folgten die Treffer zum 7:2, 7:3 und 7:4 bis zur 48. Minute. Die Eagles komplett von der Rolle und glichen in der Defensive einem Hühnerhaufen. Die Coaches nahmen im Anschluss an den letzten Gegentreffer ihr Timeout. Umstellung auf zwei Linien, Goalie Gysin hatte Feierabend und Ramstein übernahm. Kurz danach sorgte Niederhauser wieder für mehr Gelassenheit – 8:4. Doch nur Sekunden später der nächste Gegentreffer - 8:5 nach 50 Minuten. Was war bloss los mit den Eagles, die während 42 Minuten einen blitzsauberen Auftritt hinlegten? Die Devise war nun klar. Keine Geschenke mehr verteilen, keine unnötigen Dribblings in der Defensive und mit aller Energie, die noch im Tank war, das eigene Tor verbarrikadieren. Dies funktionierte gar nicht mal so schlecht. Nach vorne ging nicht mehr viel, die wenigen Chancen die den Jungs noch zustanden, wurden leider vergeben. Ein dumme Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Feld konnte indes gut überstanden werden. In der 57. Minute kam Zürisee auf 8:6 heran – war das Nervenflattern nun komplett? Nein! Die Eagles hielten dagegen und machten eine Minute vor dem Ende den Deckel drauf. Der verdiente Bestplayer und Showman Gian Gisler erzielte mit dem 9:6 die Entscheidung.

Am Ende war es ein verdienter Auswärtssieg und eine gelungene Revanche auf die Hinspielpleite. Wiederum hat den Eagles die starke Offensive (zweitbeste der Liga) geholfen, die nach dem Hinspiel von eben diesem Gegner als «offensiv nicht überragend» betitelt wurde ;).

Somit wurde die Pflicht erfüllt, drei Punkte eingefahren und mit nunmehr neun Punkten Vorsprung und dem viel besseren Torverhältnis als Schlusslicht Zürisee ist der Ligaerhalt der U21 kaum noch zu nehmen. Es müsste in den verbleibenden vier Spielen (darunter drei Heimspiele) einiges schief gehen, dass die Jungs wieder im Abstiegsstrudel landen, zumal die aktuelle Heimstärke des Teams diese Saison sehr beeindruckend ist (13 Punkte von möglichen 15). Nächster Programmpunkt ist das Heimspiel vom 24. Januar gegen die Black Creeks aus Schwarzenbach. Anpfiff ist wie gewohnt um 13:00. Kommt vorbei!

Telegramm

Waldenburg vs. Zürisee 9:6 (1:0, 5:0, 3:6)
Farlifang Zumikon, ZH.
Strafen: 2x2 Minuten gegen Waldenburg, keine gegen Zürisee. 
Tore
: 17. Gisler(B.Thommen) 1:0, 26. B.Thommen(Niederhauser) 2:0, 33.(32.05) Griner(Thoma) 3:0, 33.(32.55) Merlo 4:0, 36. Griner(Kleiber) 5:0, 37. Niederhauser(B.Thommen) 6:0, 42.(41.02) Gisler(Niederhauser) 7:0, 42.(41.46) Zürisee 7:1, 44. Zürisee 7:2, 48.(47.09) Zürisee 7:3, 48.(47.52) Zürisee 7:4, 49.(49.03) Niederhauser(Gisler) 8:4, 49.(49.42) Zürisee 8:5, 57. Zürisee 8:6, 60.(59.10) Gisler(Merlo) 9:6.
Waldenburg: Gysin(Ramstein); Tüscher, Merlo, Niederhauser, Gisler, B.Thommen; Müller, Schaub, S.Thommen, Gasche, Camenisch; Utzinger, Kleiber, Thoma, Griner.
Bemerkungen: 36. Timeout Zürisee, 48. Timeout Waldenburg. 54. Torhüterwechsel Waldenburg. Waldenburg ohne Schmid, Baumann, Stemmle.